Kernleistung
Übersetzung, die ihre Begriffe hält.
Technische Kataloge, Dokumentation und Compliance-Texte werden vollständig maschinell übersetzt — mit einer Terminologie, die durch ein Glossar gesteuert und nicht vom Modell erraten wird, und mit automatischer Qualitätsprüfung auf jedem Block. Ohne manuelle Prüfstufe.
01 — Das Problem
Generische maschinelle Übersetzung rät.
Bei Alltagstexten ist das unproblematisch. In technischen und regulierten Bereichen wird es teuer, weil der Fehler erst auffällt, wenn er beim Kunden oder beim Auditor liegt.
Dieselbe Komponente heisst in drei Dokumenten dreimal anders. Ein Lehnwort, das die ganze Branche auf Englisch verwendet, wird „hilfsbereit" übersetzt — in einen Begriff, nach dem niemand sucht. Eine Toleranz, eine Gewindenorm oder eine Werkstoffbezeichnung wird zur Annäherung. Jeder Fehler für sich ist klein; zusammen machen sie das Ergebnis unbrauchbar.
Also setzt man einen Menschen davor. Diese Person liest alles gegen, korrigiert dieselben Begriffe immer wieder — und das Unternehmen kommt zum Schluss, dass Übersetzung eben kostet, was sie kostet.
Die Kosten entstehen aber nicht beim Übersetzen, sondern beim Prüfen. Und geprüft wird, weil nichts im Ablauf garantiert, dass derselbe Begriff zweimal gleich aufgelöst wird. Genau diese Garantie bauen wir.
02 — So funktioniert es
Vier Stufen, ein gesteuertes Glossar.
Die Terminologie wird aufgelöst, bevor überhaupt Fliesstext übersetzt wird. Das Glossar begrenzt damit die Übersetzung, statt nachträglich mit ihr abgeglichen zu werden.
Begriffsauswahl
Der Ausgangsbestand wird nach dem Vokabular durchsucht, das tatsächlich Risiko trägt: Komponentenbezeichnungen, branchenübliche Lehnwörter, Normverweise, Werkstoff- und Gewindeangaben. Das sind die Begriffe, bei denen eine falsche Wahl sich über Tausende von Dokumenten fortsetzt — und sie stehen so gut wie nie in einem allgemeinen Wörterbuch.
Begriffsübersetzung
Jeder ausgewählte Begriff wird pro Sprache einmal aufgelöst, mit dokumentierter Begründung — einschliesslich der Entscheidung, einen Begriff unübersetzt zu lassen, wenn die Branche die englische Form verwendet. Das Ergebnis ist ein gesteuertes Glossar statt einer Nachschlagetabelle: Zu jedem Eintrag gehört ein Grund, damit er überprüft, hinterfragt und beim Wachsen des Katalogs stabil gehalten werden kann.
Fliesstext-Übersetzung
Erst jetzt wird der eigentliche Text übersetzt, mit dem Glossar als verbindlicher Vorgabe. Die Segmentierung erfolgt strukturell — in ganzen Blöcken statt in einzelnen Sätzen —, damit dem Modell der Kontext erhalten bleibt, der bestimmt, wie sich ein Begriff verhalten muss.
Automatische Prüfung
Das Ergebnis wird programmatisch gegen das Glossar und gegen die Struktur der Quelle geprüft: Begriffstreue, Platzhalter, Zahlen, Einheiten, Formatierung. Die Befunde werden in einem Evidenzspeicher festgehalten und in einem nächtlichen Zyklus ins Glossar konsolidiert — das System verbessert sich also zwischen den Läufen, ohne dass jemand Texte von Hand bearbeitet.
03 — Einordnung
Keine Übersetzungs-API. Keine Übersetzungsplattform.
Rohe maschinelle Übersetzung ist eine Komponente; Lokalisierungsplattformen sind Workflow-Werkzeuge, die weiterhin Menschen im Ablauf voraussetzen. Dazwischen liegt diese Lösung.
| Rohe MT-API | Lokalisierungsplattform | Icarops | |
|---|---|---|---|
| Terminologie | Bestenfalls Glossar pro Anfrage; keine Steuerung | Termbank vorhanden, manuell gepflegt | Gesteuertes Glossar, vom System aktualisiert |
| Qualitätssicherung | Keine | QA-Prüfungen, von Menschen aufgelöst | Automatische Prüfungen mit Nachweiskette |
| Personalbedarf | Jemand muss das Ergebnis prüfen | Prüfende, dazu Betreuung der Werkzeuge | Niemand im laufenden Betrieb |
| Konsistenz über Läufe | Nicht gewährleistet | Abhängig von der Disziplin der Prüfenden | Von Grund auf gewährleistet |
| Kostentreiber | Pro Wort, plus die Prüfung, die trotzdem anfällt | Lizenzen und Volumen | Die Pipeline, nicht der Personalbestand |
Ein Vergleich über den Wortpreis vergleicht das Falsche — die Kosten liegen in der Regel bei der Prüfstufe.
04 — Im Einsatz
Fallbeispiel
Ein Distributor für industrielle Fluidtechnik
Ein europäischer Distributor für industrielle Fluidtechnik-Komponenten betreibt einen mehrsprachigen Produktkatalog mit unnachgiebiger Terminologie: Ventiltypen, Anschlussnormen, Gewindebezeichnungen und Werkstoffe haben je Sprache etablierte Branchenformen — und mehrere müssen bewusst auf Englisch bleiben.
Die Produktinhalte werden aus einem einzigen Quellkatalog über die oben beschriebene Pipeline in fünf Sprachen übersetzt. Die Terminologie wird einmal aufgelöst und überall durchgesetzt, sodass eine Komponente in jeder Sprache, auf jeder Seite und bei jedem Lauf gleich beschrieben wird. Korrekturen aus der Prüfung fliessen über Nacht ins Glossar, statt von Hand nachgezogen zu werden.
05 — Umfang
Inhalte, die wir übernehmen
Produktkataloge und PIM-Inhalte, technische Dokumentation, Datenblätter und Spezifikationen, Compliance- und Regulierungstexte sowie Kategorie- und Marketingtexte, bei denen die Terminologie trotzdem halten muss.
Der Einstieg
Ein neuer Fachbereich beginnt beim Glossar, nicht beim Text. Wir bauen die Begriffsebene aus Ihren bestehenden Inhalten auf, stimmen die relevanten Einträge ab und geben erst dann Volumen in die Pipeline.
Ein Katalog, dessen Begriffe halten müssen?
Nennen Sie uns den Fachbereich und die Sprachen. Wir sagen Ihnen, ob es passt.
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